Tränenwegschirurgie

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Tränenwegschirurgie

dr-walpuski-traenenwegchirurgie-445x273Der Tränenweg ist eine anatomische Struktur, von deren Existenz die meisten Menschen nichts wissen.
Dabei kennt jeder das Phänomen, daß man, wenn man weinen muß, die Nase voller Wasser hat, d.h.
schnieft und sich die Nase putzt.

 

Kaum einer denkt darüber nach, wie die Tränen von den Augen in die Nase kommen. Beim Rätseln über dieses Phänomen kommt zwangsläufig der Gedanke: es muß einen Verbindungsweg von den Augen zur Nase geben. Und den gibt es tatsächlich: es ist der Tränenweg.

 

Anatomisch besteht der Tränenweg auf jeder Seite aus den feinen Tränenkanälchen, jeweils vom Oberlid und Unterlid kommend, aus dem Tränensack und dem Tränennasengang.

 

Durch chronische Entzündungen oder auch Operationen an den  Nasennebenhöhlen können die Tränenwege verkleben oder sich sonstwie verschließen. Meist ist jedoch eine angeborene anatomische Enge die Ursache für einen Tränenwegsverschluß.

 

Ein Tränenwegsverschluß ist eine äußerst unangenehme Sache. Jetzt merkt man erst, daß die Tränendrüsen am Auge permanent Tränenflüssigkeit produzieren, die nun nicht mehr unbemerkt abfließen kann, sondern sich vor dem Auge als „Wassersee“ sammelt. Vielfach tritt die Flüssigkeit über die Unterlidkante und läuft die Wange hinunter. Der Leidensdruck der Betroffenen ist hoch.
Viele Patienten berichten, daß insbesondere beim Bücken und Herunterbeugen des Kopfes das Wasser vor dem Auge stehe und das Sehvermögen dadurch schwer eingeschränkt sei.

 

Im Wilhelminenhaus ist Dr. Walpuski zuständig für die Tränenwegschirurgie. Eine präoperative Analyse zeigt, ob es sich um eine Eingangsverengung an den sog Tränenpünktchen am Ober- und v.a. am Unterlid handelt oder ob vielmehr eine tiefe Tränenwegsverengung vorliegt.

 

Eine Erweiterung der oberflächlich gelegenen Tränenpünktchen ist durch einen kleinen Eingriff, die Tränenpunktplastik möglich. Ein tiefer Tränenwegsverschluß erfordert dagegen klassischerweise eine große Operation – entweder eine Operation nach West von der Nase aus oder eine Operation nach Toti mit Zugang von außen. Gemeinsames Prinzip dieser Eingriffe ist, den natürlichen Tränenweg aufzugeben und stattdessen einen neuen Weg durch den Knochen hindurch anzulegen.

 

Wir im OP-Zentrum Wilhelminenhaus verfolgen eine andere Strategie. Wir geben den von der Natur angelegten Tränenweg nicht auf, sondern versuchen stattdessen, ihn wiederherzustellen. Dies gelingt in fast allen Fällen und erfolgt durch Wiedereröffnung des Tränenweges durch vorsichtiges Sondieren. Um zu verhindern, daß der dann offene Tränenweg wieder verklebt, wird im Anschluß eine weiches Silkonschläuchlein in die Tränenwege eingelegt, welches 2-3 Monate danach unkompliziert entfernt werden kann.

 

Der Eingriff erfolgt in einem Kurzschlaf und ist somit vollkommen schmerzfrei.

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