Glaukomchirurgie

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Glaukomchirurgie

Glaukom  (Grüner Star)

op-wilhelminenhaus-glaukomchirurgie-445x273Der Grüne Star ist eine komplexe Erkrankung mit vielen Ursachen. Die Zusammenhänge sind im einzelnen erst zum Teil erforscht. Überdies gibt es verschiedene Formen des Grünen Stars. In der Bundesrepublik Deutschland leiden mehrere Millionen Menschen an einem Grünen Star.

Kennzeichnend für die Erkrankung ist eine fortschreitende Degeneration des Sehnerven. Eine von mehreren möglichen Ursachen ist ein zu hoher Augendruck. Es gibt aber auch Formen des Grünen Stars, bei denen sich der Augendruck im Normbereich findet.

Bei aller Vielfalt der Ursachen gibt es bis heute nur ein wesentliches Behandlungsprinzip: die Senkung des Augendrucks – entweder bei erhöhtem Augendruck in den Normbereich oder bei normalem Augendruck auf ein besonders niedriges Niveau im unteren Normbereich.

Bei aller Vielfalt der Ursachen für das Glaukom gibt es bis heute nur ein wesentliches Behandlungsprinzip: die Senkung des Augendrucks – entweder bei erhöhtem Augendruck in den Normbereich oder bei normalem Augendruck auf ein besonders niedriges Niveau im unteren Normbereich.

Der Augendruck wird in mm Hg gemessen. Der Normbereich liegt in der Regel zwischen 10 und 20 mm Hg.

Vor der Behandlung des Glaukoms wird zunächst festgestellt, ob überhaupt schon ein Glaukomschaden am Sehnerven besteht. Dies erfolgt durch genaue Untersuchung des Sehnervenkopfes durch den Augenarzt, über Gesichtsfelduntersuchungen oder auch technische Diagnostik wie HRT und GDx.

Ist ein Sehnervenschaden festgestellt, ist die Diagnose „Glaukom“ gesichert. Die Therapie ist zunächst medikamentös durch Gabe antiglaukomatöser Augentropfen, mit deren Hilfe der Augendruck gesenkt werden soll. Bei augenärztlichen Kontrollen wird der Augendruck gemessen und überprüft, ob der Sehnervenschaden weiter fortschreitet oder stillsteht. Für jeden Patienten wird dabei ein sog. Zieldruck definiert, der durch die medikamentöse Therapie erreicht werden soll.

Gelingt es nicht, den Zieldruck nachhaltig und verläßlich zu erreichen und einzustellen, und wird trotz Therapie ein Fortschreiten des Glaukomschadens offenbar, muß konstatiert werden, daß die gegebene medikamentöse Therapie offenbar nicht ausreichend ist. Es sind dann weitergehende Maßnahmen angezeigt.

An dieser Stelle muß einem in der Bevölkerung weitverbreitetem Irrglauben entgegengetreten werden: er lautet, daß man zwar den Grauen, nicht jedoch den Grünen Star operieren könne. Dies ist falsch. Sehr wohl gibt es eine ganze Reihe verschiedener Operationsmethoden gegen den Grünen Star.

Im Wilhelminenhaus kommen in erster Linie drei Operationsmethoden gegen den Grünen Star zur Anwendung:

  1. Therapie durch den SLT-Laser: hierbei wird der im Auge befindliche Abfluß des unter Druck stehenden Kammerwassers erleichtert und so eine Drucksenkung erreicht. Die Drucksenkung tritt erst Tage und Wochen nach der Lasertherapie ein und ist in ihrem Ausmaß meist auf 3-6 mmHg beschränkt.
  2. Therapie durch einen sog. Diodenlaser, die sog. CPC. Mit ihm wird im OP-Zentrum Wilhelminenhaus  in lokaler Betäubung der Ziliarkörper im Inneren des Auges so verändert, daß die im Auge permanent ablaufende Kammerwasserproduktion nachlässt. Hierdurch sinkt der Augendruck. [mehr lesen]
  3. Goniotrepanation oder Trabekulektomie (TET). Hierbei handelt es sich um eine Augenoperation unter dem OP-Mikroskop im eigentliche Sinne. Sie wird im OP-Zentrum Wilhelminenhaus durchgeführt. Es wird ein sehr feiner Kunstkanal gebildet, durch den das unter Druck stehende Kammerwasser unter die Bindehaut abfließen kann, um von dort weiter durch die Lymphbahnen zu versickern. Die Operation gilt nach wie vor als der Goldstandard, an dem sich alle anderen Glaukomoperationen messen lassen müssen.

Ziel der Goniotrepanation ist ein Augendruck um 12 mm Hg, ohne daß noch Glaukommedikamente genommen werden müßten. Dieses Ziel wird in ungefähr 80% aller Eingriffe erreicht. In den verbleibenden Fällen ist die Drucksenkung weniger effektiv, weil sich der Kunstkanal wieder teilweise oder vollständig verschließt.

Viele Patienten, die sich meist jahrelang, z.T. sogar jahrzehntelang, mit antiglaukomatösen Augentropfen gequält haben, sind sehr glücklich, wenn nach einer Operation des Grünen Stars der Augendruck nachhaltig tief im unteren Normbereich liegt. Vor allem ist es für sie eine große Erleichterung im täglichen Leben, wenn die oft mit Nebenwirkungen behaftete und lästige Gabe von Augentropfen postoperativ vollständig entfallen kann.

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