Operationsmethoden am Auge

Die häufigsten Operationen am Auge sind neben der Operation am Grauen Star operative Eingriffe an der Netzhaut, die operative Behandlung des Glaukoms und die Korrektur von Strabismus (Schielen) und Lidfehlstellungen.

Unter dem Oberbegriff refraktive Chirurgie werden Augenoperationen zusammengefasst, die das Ziel haben, aus fehlsichtigen Augen normalsichtige zu machen, so dass Brille oder Kontaktlinsen unnötig werden. Zu den heute am meisten verbreiteten Verfahren der refraktiven Chirurgie gehören die Laser-in-situ-Keratomileusis (LASIK) und die Photorefraktive Keratektomie (PRK).

Die Photorefraktive Keratektomie (PRK)

Die Photorefraktiven Keratektomie (PRK) gehört in der Augenheilkunde zu den am meisten verbreiteten Verfahren der refraktiven Chirurgie. Hierbei handelt es sich um einen Kaltlichtlaser, der seine Energie in sehr kurzen Stößen abgibt. Energetisch handelt es sich um ein Gemisch aus Argon und Fluorid. Ein einzelner Lichtimpuls des Excimer-Lasers dauert nur eine hundertmillionste Sekunde (1/100.000.000 s) und trägt etwa einen zweitausendstel Millimeter (1/2000 mm) von der Hornhaut ab. Er sprengt Molekülverbindungen im Hornhautgewebe auf, die winzigen Partikel fliegen dann weg. Man kann mit diesem Laser sehr gezielt arbeiten und das umliegende Gewebe bleibt unbeschädigt.

Bei der Photorefraktiven Keratektomie wird die Brechkraft an der Oberfläche der zentralen Hornhaut verändert. Zunächst wird die oberste Schicht der Hornhaut, das Epithel, abgetragen. Die darunter liegende Hornhautschicht, das Stroma, kann dann mit Hilfe des Excimer-Lasers um einige hundertstel Millimeter verdünnt werden.

Geeignet ist diese Methode zur Korrektur von Kurzsichtigkeiten bis maximal -6 Dioptrien, einer Weitsichtigkeut bis zu +2 Dioptrien und einer Hornhautverkrümmung bis zu 3 Dioptrien.

Die Laser-in-situ-Keratomileusis (LASIK)

Die Laser-in-situ-Keratomileusis (LASIK) ist weniger schmerzhaft als eine Photorefraktiven Keratektomie (PRK). Ein weiterer Unterschied ist, dass die heile Hornhaut die Wunde abdeckt.

Die Hornhaut und die Bindehaut des zu operierenden Auges werden zunächst betäubt. Danach wird mit zwei Metallbügeln das Ober- und Unterlid auseinander gezogen. Ein Saugring wird auf das Auge aufgesetzt und für einige Sekunden ein Vakuum erzeugt. In diesem Moment sieht das Auge nichts, es versteift sich.

Mit einem computergesteuerten Hobel wird die oberste Hornhautschicht aufgeschnitten. Die Lamelle wird weggeklappt und das Innere der Hornhaut mit dem Excimer-Laser geformt. Nach dem Lasern wird die Hornhautlamelle zurückgeklappt und wieder angedrückt. Sie saugt sich nach einigen Minuten selbst am Gewebe fest und muss nicht angenäht werden.

Die Operation dauert etwa fünf bis zehn Minuten.

Geeignet ist das LASIK-Verfahren für die Korrektur einer Kurzsichtigkeit bis -10 Dioptrien, einer Weitsichtigkeit bis zu +3 Dioptrien und einer Hornhautverkrümmung bis zu 5 Dioptrien.

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